Zahlen

Muss die Stadt das neue Gebäude mit finanzieren?

  • Nein. Die drei Sponsoren Deutsche Post DHL, Deutsche Telekom und Postbank beabsichtigen die Gründung einer Bauträgergesellschaft und haben in Aussicht gestellt, ein bespielbares Konzerthaus mit zwei Sälen (großer Saal ca. 1.500 / kleiner Saal ca. 500 Plätze) auf eigene Kosten und eigenes Risiko zu errichten, und zwar vom Architektenauswahlverfahren bis zum schlüsselfertigen Bau.
    Die Stadt Bonn hat per Ratsbeschluss vom Dezember 2008 zugesagt, dass sie das Grundstück mit der Beethovenhalle zur Verfügung stellt. Außerdem ist geplant, dass sie zusammen mit dem Land im Rahmen einer Städtebauförderungsmaßnahme die Gestaltung der Außenanlagen übernimmt.

Und wenn der Bau teurer wird, muss die Stadt wie beim WCCB  dafür gerade stehen?

  • Eine Haftung der Stadt ist ausgeschlossen.
  • Die Sponsoren tragen die gesamten Kosten für den Bau und auch eventuelle Mehrkosten.
  • Sie haben eine sehr detaillierte Planung und Abstimmung mit den Architekten und den künftigen Nutzern vorgenommen, um die Gefahr potenzieller Kostensteigerungen nach Baubeginn zu minimieren. Dieser Bau wird bis ins kleinste Detail durchgeplant, auch finanziell, bevor überhaupt der erste Spatenstich erfolgt. Dafür sorgen die erfahrenen und seit vielen Jahren eng mit Bonn verbundenen Bauherren.

Und wer zahlt den laufenden Betrieb?

  • Das fertige Gebäude wird an eine Stiftung vermietet, die den Betrieb aus ihren Stiftungserträgen und den Einnahmen durch Kartenverkauf und Vermietungen finanziert.
  • Bereits jetzt liegen für die Stiftung Kapitalzusagen in Höhe von 47 Mio. Euro vor. Zudem werden sich das Land NRW mit einem jährlichen Zuschuss von 1 Mio. Euro sowie die Stadt Bonn an den Betriebskosten beteiligen.

Also muss die Stadt Bonn doch zahlen. Derzeit ist von 4,6 Mio. Euro die Rede?

  • Es stimmt, der jährliche Aufwand der Stadt Bonn für den Betrieb des Beethoven Festspielhauses wird auf rund 4,6 Mio. Euro geschätzt. Der jährliche Zuschuss für das Beethovenfest in Höhe von 1,6 Mio. Euro ist darin bereits enthalten. Das ist allerdings weniger als die Kosten für die überfällige Sanierung und den weiteren Betrieb einer nicht zukunftsfähigen Beethovenhalle. (siehe Grafik oben)
  • Ein von den Sponsoren gebautes und von Bund, Land, Stadt, Sparkasse KölnBonn und dem Rhein-Sieg-Kreis gefördertes Beethoven Festspielhaus ist für Bonn und seine Bürgerinnen und Bürger die wirtschaftlich beste Lösung, denn die Beethovenhalle geht allein zu Lasten der Stadt.
  • In beiden Varianten fallen zusätzliche einmalige Kosten für die Aufwertung des Umfelds an, die das Land NRW bezuschussen kann.