Bonner Kulturpolitik weiterhin auf Geisterfahrt

Der angekündigte Kultur-Entwicklungsplan liegt noch nicht vor - dennoch kursieren bereits Pläne, das Sprechtheater in Bonn zu schließen. Offensichtlich verirrt sich die Bonner Politik auf den Wegen der Entscheidungsfindung und nimmt die falsche Ausfahrt: „Erst wenn ein tragfähiges Konzept für alle kulturellen Einrichtungen , von der Musik über Theater, Oper, Kabarett, Museen und Bibliotheken vorliegt, kann man seriöser Weise Prioritäten setzen und über notwendige Einsparungen diskutieren", so Monika Wulf-Mathies, Vorsitzende der Fest.Spiel.Haus.Freunde e.V:

Die Fest.Spiel.Haus.Freunde betonen weiterhin, dass eine Stadt wie Bonn als großer Dienstleistungs-Standort auch kulturell eine kreative und lebendige Stadt bleiben muss, damit die Unternehmen im internationalen Wettbewerb weiterhin gute Mitarbeiter gewinnen und halten können. Die Attraktivität als Kulturstandort lebt von der Vielfalt  der künstlerischen Aktivitäten. Auf Sprechtheater zu verzichten, hieße einen zentralen Kern von Literatur und Bildung einfach abzuschreiben.

„Intelligentes Sparen setzt eine Vision voraus, die der Vielfalt von Kunst und Kultur gerecht wird und gleichzeitig spezifische Akzente setzt. Dabei gilt es auch, die Chancen zu nutzen, die das Profil Bonns als Beethovenstadt stärken und damit die kulturelle Ausstrahlung der Stadt insgesamt fördern. In diesem Zusammenhang ist es unverantwortlich, ein privatwirtschaftlich finanziertes Beethoven-Festspielhaus abzulehnen, das allein auf Dauer die Qualität des Beethovenfestes sichert, und damit Gelder auszuschlagen, die nicht für andere kommunale Zwecke zur Verfügung stehen."

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