„Hängepartie hoffentlich beendet!“

Die Fest.Spiel.Haus.Freunde begrüßen, dass der Ratsbeschluss vom 24. November den Weg zu einem neuen Festspielhaus ebnet – An bürgerschaftlichem Engagement fehlt es nicht

Endlich hat der Rat der Stadt Bonn erneut einen Beschluss in Richtung Neubau eines Konzertsaals gefasst – eine Entscheidung, die 2007 bereits in anderer Form getroffen worden war und seit April 2010 „auf Eis" lag. Nach der Festlegung auf den Standort Rheinaue bedauern die Fest.Spiel.Haus.Freunde jedoch, dass weiterhin die Prüfung der alternativen Variante „Renovierung der Beethovenhalle" empfohlen wird. „Wir freuen uns, dass Rat und Verwaltung nun vielen unserer Argumente folgen, die wir seit zwei Jahren immer wieder betont haben. Damit ist die Hängepartie hoffentlich beendet", sagte Dr. Monika Wulf-Mathies, Vorsitzende der Fest.Spiel.Haus.Freunde. „Das Festspielhaus ist ein Muss für die Zukunft der Beethovenstadt, und deshalb müssen jetzt umgehend die Hausaufgaben gemacht werden, damit im Juni 2012 endlich der Startschuss für einen Bau fallen kann."

Ein Beethoven Festspielhaus wird von vielen Bürgern für unverzichtbar gehalten – dies zeigen unter anderem die ca. 7.000 Bürgerinnen und Bürger, die in den letzten Wochen online auf www.jetzt-schatzchen.de bzw. auf Unterschriftenlisten für die Errichtung gestimmt haben. „Am fehlenden bürgerschaftlichen Engagement mangelt es wahrlich nicht, das erleben wir bei unserer Arbeit immer wieder", so Wulf-Mathies. Die Initiative des Präsidenten der IHK, Wolfgang Grießl, auf privater Basis Spenden für das Projekt einzuwerben, ist ein weiterer Beleg des traditionell großen bürgerschaftlichen Engagements für Beethoven in Bonn.

Wermutstropfen in der Entscheidung des Rates ist es, die Option Beethovenhalle offen zu halten – das kann zur Verzögerung bei der Erledigung der eigentlichen Aufgaben führen und schwächt aus Sicht der Fest.Spiel.Haus.Freunde das notwendige deutliche Signal des Rates. Fokus der Verwaltung müsse deshalb auf den Planungen für einen Neubau liegen:

  • die baurechtlichen Fragen rund um das vorgeschlagene Grundstück zu klären,
  • die Gründung einer Betriebsstiftung voranzutreiben,
  • zu konkretisieren, welchen finanziellen Beitrag die Stadt zu den Betriebskosten leisten kann,
  • die vorhandenen Business-Pläne zu aktualisieren
  • konstruktive Gespräche mit dem Sponsor Deutsche Post DHL führen sowie (in Absprache) nach potenziellen weiteren Geldgebern suchen.
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