Die Festspielhausfreunde begrüßen, dass der Stadtrat positiv auf ihren Bonner Appell reagiert hat und in einem fraktionsübergreifenden Antrag seinen politischen Willen unterstreicht, einen neuen „Konzertsaal in Bonn zu errichten, der höchsten akustischen Ansprüchen genügt." Um die nötige Strahlkraft zu entwickeln und die Zukunft der Stadt Bonn als Beethovenstadt und als attraktiver Wirtschaftsstandort zu sichern, gehört dazu auch eine international herausragende Architektur, die Besucher aus aller Welt anzieht. Die Vorsitzende Monika Wulf-Mathies: „Es war für die Festspielhausfreunde immer klar, dass dies nur gelingen kann, wenn der Bau des Festspielhauses privatwirtschaftlich finanziert wird. Zusagen für die komplette Baufinanzierung hat es sehr lange gegeben, auch die wichtigen planerischen Vorarbeiten wurden von Bonner Unternehmen finanziert."
Im Vordergrund aller Bemühungen von Verwaltung und Politik muss nun stehen, die noch zugesagten privaten und öffentlichen Mittel von nahezu 80 Millionen EUR zu sichern. Dafür ist größte Eile geboten.
Die Festspielhausfreunde erwarten in der Ratssitzung am 24. November:
- eine klare Entscheidung zum Standort,
- einen verbindlichen Zeitplan für die weiteren Schritte.
Zur Klärung der offenen Fragen liegen umfangreiche Vorarbeiten seit langem auf dem Tisch:
- Es gibt kaum ein Bauvorhaben in Deutschland, das detaillierter geplant ist als die beiden Architektenentwürfe von Zaha Hadid und Hermann &
Valentiny. - Die Business-Pläne, die für den Betrieb des Festspielhauses bereits von zwei Stellen durchgerechnet wurden und klassische Konzerte ebenso einschließen wie Jazz, U-Musik, Cross-Over und Angebote für Kinder und Jugendliche, zeigen, dass die Stadt Bonn für die Betreiberstiftung keine unkalkulierbaren Risiken eingehen muss.
- Verschiedene Standorte wurden bereits mehrfach geprüft, Fragenkataloge
umfassend beantwortet.
Das wichtigste, um Sponsoren zu sichern und neue zu gewinnen, ist jetzt ein klares und eindeutiges Bekenntnis aller Verantwortlichen in der Stadt, dass Bonn die Herausforderung annimmt und sich mit aller Kraft bemüht, dieses Zukunftsprojekt noch 2011 auf den Weg zu bringen. Nur mit einem solchen eindeutigen Bekenntnis wird es möglich sein, neue Sponsoren anzusprechen und zu gewinnen. Ein Dank für die Geduld der vorhandenen Sponsoren ist dafür ebenso wichtig wie der Appell an Bürger und weitere Unternehmen, dieses Vorhaben zu unterstützen. Die Festspielhausfreunde werden nicht nachlassen, engagiert dafür zu streiten.
Dagegen wäre der Verlust der großzügigen Sponsorengelder ein nicht wieder gut zu machender Schaden für das Ansehen der Stadt Bonn und seiner Verantwortlichen, für das vielfältige kulturelle Leben in der Stadt, aber auch für den Investitionsstandort Bonn und seine Zukunftsfähigkeit.