„Noch im Herbst klares Ja zum Festspielhaus nötig“

Fest.Spiel.Haus.Freunde fordern: Weitere Verzögerungen wären fatal – Nur mit einem positiven Ratsbeschluss sind Verhandlungen mit weiteren Förderern möglich

Die Fest.Spiel.Haus.Freunde rufen sowohl Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch als auch die Ratsfraktionen auf, die Planungen zum Beethoven Festspielhaus sofort wieder aufzunehmen und noch in 2011 einen Ratsbeschluss für den Bau herbeizuführen. Die Absage der Postbank sei zwar bedauerlich, dennoch sei es noch nicht zu spät, um das großzügige Angebot von Bausponsoren, Bund und anderen Stiftern aufzugreifen. „Die Entwicklung der letzten Tage zeigt vielmehr, dass eine bloße Absichtserklärung nicht ausreicht, sondern Nägel mit Köpfen gemacht werden müssen. Wenn der Rat noch im Herbst klar ein klares Ja zum Festspielhaus sagt, können auch Verhandlungen mit weiteren potentiellen Sponsoren oder Förderern aufgenommen werden", so Vereinsvorsitzende Dr. Monika Wulf-Mathies.

„Die Absage der Postbank zeigt: es ist fünf Minuten vor Zwölf. Wenn Oberbürgermeister und Stadtrat jetzt nicht alles tun, um zu tragfähigen Planungsgrundlagen zu kommen, die als Basis für Gespräche mit Sponsoren und dem Bund dienen, ist die einmalige Chance für dieses Zukunftsprojekt verspielt." Die lange ‚Eiszeit‘ habe dem Thema geschadet und deshalb müssten endlich wegweisende Entscheidungen getroffen werden, um die Chance auf ein Festspielhaus zu erhalten. Dass ein Ja des Stadtrates unter dem Vorbehalt der Baufinanzierung durch Sponsoren getroffen werde, verstehe sich von selbst. Viele gesellschaftliche Gruppierungen seien bereit, das Vorhaben zu unterstützen, ist Wulf-Mathies sicher. Die IHK sei dafür das beste Beispiel.

Bonn braucht zum 250. Geburtstag Beethovens im Jahr 2020 einen Konzertsaal, der sowohl architektonisch wie akustisch höchsten internationalen Ansprüchen  gerecht wird. Dabei geht es nicht nur um den Ruf Bonns als Beethovenstadt, sondern auch um Bonns wirtschaftliche Zukunft im Wettbewerb der Standorte.

Die Fest.Spiel.Haus.Freunde fordern daher die Verwaltung und den Rat der Stadt Bonn auf,

  • umgehend einen klaren Beschluss zum Bau des Festspielhauses herbeizuführen und die Verhandlungen mit dem Bund und dem/den Sponsoren unverzüglich wieder aufzunehmen.
  • ebenfalls noch in diesem Jahr die Frage des Standorts zu klären. Dafür müssen endlich fundiert die Vor- und Nachteile der einzelnen Vorschläge dargestellt werden, damit im Rat der Stadt Bonn eine qualifizierte Entscheidung getroffen werden kann. Es genügt nicht, mögliche Standorte zu benennen. Die Stadt muss entscheiden, wo das Festspielhaus stehen soll und einen verbindlichen Zeitplan für die weiteren Schritte vorlegen.
  • die bisher geleisteten umfangreichen Vorarbeiten zu sichten und zu untersuchen, welche Fragen noch offen sind und diese ebenfalls zeitnah zu klären. Dieser Prozess ist durch die Arbeit in 2008 und 2009 viel weiter als viele Politiker uns glauben machen wollen.
  • Gespräche mit Stiftern und potentiellen Förderern aufzunehmen.

Bonn d��rfe die Chance, als Beethovenstadt ein echtes Alleinstellungsmerkmal zu gewinnen und dadurch neue kulturelle und eben auch wirtschaftliche Perspektiven zu eröffnen, nicht leichtfertig aufs Spiel setzen.  Ein Festspielhaus sei ein wichtiger Baustein für die Zukunft der Stadt.

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