Fest.Spiel.Haus.Freunde e.V. besorgt über Verlegung der Befragung zum Festspielhaus

Bonn, 28. Januar 2010.
Der Verein Fest.Spiel.Haus.Freunde ist in großer Sorge wegen der von der Stadt Bonn am Mittwoch angekündigten erneuten Aufschiebung der Entscheidung für das Festspielhaus. Vorstand und Mitglieder befürchten, dass sich bei einer weiteren Verzögerung der Bund, das Land oder einer der Investoren möglicherweise nicht mehr an seine finanziellen Zusagen zum Bau bzw. zum Betrieb des Festspielhauses gebunden fühlen könnte und das dafür eingeplante Geld anderweitig verwendet. Die Stadt Bonn darf das Projekt nicht zerreden, sondern muss zügig und gründlich die notwendigen Informationen für eine Entscheidung aufarbeiten und diese dann auch treffen!

In diesem Zusammenhang nimmt der Verein Fest.Spiel.Haus.Freunde mit Verwunderung die Darstellung zur Kenntnis, dass die Stadt Bonn von einem jährlichen Zuschuss in Höhe von 4,6 Millionen Euro zugunsten der Betriebsstiftung ausgeht. Dies wären 3,4 Millionen Euro mehr als der Betrieb der Beethovenhalle (1,2 Millionen) zurzeit kostet. Nach den dem Verein bekannten Planzahlen des von der Telekom beauftragten Gutachters Karsten Witt ist in den genannten 4,6 Millionen Euro aber auch der städtische Zuschuss zum Beethovenfest Bonn in Höhe von 1,6 Millionen Euro enthalten. In der jetzigen Darstellung kann der Eindruck entstehen, dass auf die Stadt erhebliche Mehrkosten für den Betrieb des Festspielhauses im Vergleich zum Betrieb der Beethovenhalle zukommen - tatsächlich sind es nach dem Kenntnisstand des Vereins jedoch 1,8 Millionen Euro. Darin sind laut Haushaltsplan der das Festspielhaus betreibenden Stiftung jedoch auch die langfristige Bauunterhaltung des Festspielhauses enthalten, die die Stadt von weiteren Investitionen dauerhaft freihält. Bei einem Erhalt der Beethovenhalle dagegen kämen zwangsläufig hohe Investitionskosten auf die Stadt zu.

Die Vorsitzende der Fest.Spiel.Haus.Freunde, Dr. Monika Wulf-Mathies, fordert die Stadt auf, diese gravierende Unstimmigkeit zu korrigieren oder aber die Grundlagen dieser Aussage nachvollziehbar zu benennen.

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