Die Fest.Spiel.Haus.Freunde und der Universitätsclub Bonn haben von Oktober 2010 bis Sommer 2011 eine Vortragsreihe mit dem Titel "Im Fokus: Festspielhaus" veranstaltet, die sich mit architektonischen, künstlerischen, wirtschaftlichen und politischen Aspekten von Kulturinvestitionen auseinandersetzte. Die Reihe wurde im Mä#rz 2012 wieder aufgenommen und weitergeführt.
Zum Auftakt sprach François Valentiny am 26.10.2010 zum Thema „Architektur als Leuchtturm für die Zukunft". Valentiny ist Schöpfer der ‚Welle’, einer der beiden Sieger-Entwürfe für ein Beethoven Festspielhaus in Bonn (Moderation: Sigurd Trommer, Präsident der Bundesarchitektenkammer).
Am 31.01.2011 redete Christoph Lieben-Seutter, Intendant der Elbphilharmonie Hamburg über "Die Elbphilharmonie - schon jetzt ein Magnet für Stadtentwicklung und Kulturleben in Hamburg" (Moderation: Andreas Mühl, stellvertretender Chefredaktuer General-Anzeiger Bonn). In der anschließenden Diskussion erläuterte Heiner Küpper, Projektleiter zum Architektenwettbewerb bei der Deustchen Post, was in Bonn anders wäre als in Hamburg.
Es folgte am 10.2.2011 Helga Rabl-Stadler, Präsidentin der Salzburger Festspiele zum Thema "Salzburg und Mozart - eine Erfolgsgeschichte", Moderation: Bernhard Hartmann, Feuilleton-Redakteur General-Anzeiger Bonn.
Vierter Redner war am 21.02.2011 Konrad Beikircher, der seinen Vortrag unter das Motto gestellt hatte: "Schade! - Schade! - - zu spät!" - Beethovens letzte Worte und die Hoffnung auf ein Festspielhaus, oder wie viel Provinzialität müssen wir Bonner uns noch gefallen lassen?
Peter Gartiser, Geschäftsführer der METRUM Managementberatung GmbH München, hielt am 11.04. 2011 einen Vortrag zum Thema: "Kann Bonn sich ein Festspielhaus leisten? - Wirtschaftliche Eckdaten zur Betreibung des Beethoven Festspielhauses und die Folgen für die Stadt".
Am 23. Mai 2011 sprachen Thomas Vietzke und Jens Borstelmann, Projekt-Architekten für den Entwurf des "Diamanten" von Zaha Hadid Architects, London zum Thema "Architektur und Kultur - Kulturbauten und der öffentliche Raum ".
Den vorläufigen Abschluss der Vortragsreihe bildete am 06.06.2011 Matthias Naske, Intendant der Luxemburger Philharmonie, der eindringlich erläuterte, warum "Kultur als Standortfaktor" so wichtig ist.
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Erster Termin im Jahr 2012 war die Podiumsdiskussion "Standortvorteil Beethoven: Die Zukunft beginnt jetzt!" am 15. März 2012.
Es diskutierten:
* Wolfgang Grießl (IHK Bonn/Rhein-Sieg)
* Philipp Klais (Johannes Klais Orgelbau GmbH & Co. KG)
* Dr. Klaus Hilleke (Simon-Kucher & Partners)
* Rico Fenoglio (Wanted GmbH)
* Bernd Fesel (Büro für Kulturpolitik und Kulturwirtschaft)
* Moderation: Dietmar Kanthak (Ressortleiter Feuilleton beim General-Anzeiger Bonn)
Am Beispiel von Bilbao, Liverpool, Bologna und Aberdeen wurde deutlich, dass Stadtentwicklung heute nur als Querschnittsaufgabe durch alle Ressorts gelingen kann, dass langfristige kreative Strategien nötig sind, die alle Lebensbereiche einschließen. Bonn scheint dafür bisher schlecht gerüstet, und der Bau eines Festspielhauses als Solitär wird nicht gelingen, wenn er nicht in ein Gesamtkonzept eingebettet ist.
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Es folgte am 2. Mai 2012 die Podiumsdiskussion: "Bonns neue Mitte: Das Festspielhaus an der Rheinaue"
Der neue Standort für das Festspielhaus wird in der Rheinaue sein. Diese städtische Entscheidung bedeutet, dass das neue Konzerthaus in die Nähe von Museumsmeile, UN-Einrichtungen und Bundesviertel rückt. Was bedeutet das für Bonns städtebauliche Entwicklung? Welche Auswirkungen hat es auf das Leben der Menschen und auf den Tourismus? Welche Synergieeffekte mit den umliegenden Institutionen sehen die Diskutanten?
Es diskutierten
* Staatssekretär Hans-Jürgen Beerfeltz (Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung | BMZ)
* Dr. Stephan Berg (Intendant des Kunstmuseums)
* Dr. Reinhard Hartstein (Stellvertretender Intendant der Deutschen Welle)
* Dr. Flavia Pansieri (Executive Coordinator UN Volunteers)
* Friedrike Sträter (Hotel Villa Godesberg)
* Moderation: Sigurd Trommer (Präsident der Bundesarchitektenkammer)
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