Eigentlich könnten die Bonner Einzelhändler ganz zufrieden sein. Obwohl: Da ist einerseits der Mangel an neuen, attraktiven Großflächen für den Handel, der immer wieder beklagt wird, andererseits die Diskussion um Projekte, mit denen Bonn wuchern und Touristen anlocken kann. Und da sind besonders das World Conference Center (WCCB) und das geplante Beethoven-Festspielhaus als Hoffnungsträger für künftige Umsätze des Handels.

"Das Festspielhaus muss kommen", sagte Oliver Hoffmann, Vorsitzender des Vereins City-Marketing der Geschäftsleute, bei einer Pressekonferenz, schränkte aber in gleichem Atemzug ein: "Aber es muss eine seriöse Finanzierung dahinter stehen und darf kein zweites WCCB geben." Außerdem dürfte es dafür keine Einsparungen bei sozialen Projekten geben.

Wenn das geklärt sei, stehe aber für die Vereinigung der City-Händler fest: Ein neues Festspielhaus und die alte Beethovenhalle seien nebeneinander nicht zu finanzieren. "Deshalb", so findet Hoffmann, "darf die Beethovenhalle dem Festspielhaus geopfert werden." Das Ziel müsse sein, Bonn international bekannter zu machen. "Wer kennt denn schon die Bundesstadt, aber jeder kennt Beethoven." (Bonner General-Anzeiger, 10.03.2010)

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