„Bonner Wirtschaft: Stadt will unsere Hilfe nicht"

Eins hat die Stadt zu Genüge: Probleme. Sei es die endlose WCCB-Affäre, sei es die Hängepartie beim Festspielhaus, seien es die stockenden Pläne zur Neugestaltung des Bahnhofsvorplatzes. Da ist man für jede Hilfe dankbar – sollte man meinen. Aber die Bonner Wirtschaft sagt: Die Stadt Bonn will unsere Hilfe nicht. Beispiel Festspielhaus: Die Geldgeber Post, Telekom und Postbank haben für beide Finalentwürfe „Diamant'" und „Welle" bis ins Detail ausgefeilte Pläne erstellen lassen. Selbst die Platzierungen der Steckdosen oder die Bohrungen für Paneele sind errechnet. Und die Stadt? Michael Pieck, Sprecher der IHK, kommentiert das so: „Wie dilettantisch hier mit einem Geschenk der Dax-Konzerne umgegangen wird, wie diese mit immer neuen Volten – Bürgerbefragung, alternativer Standort – brüskiert werden, ist unglaublich." (…) Michael Piecks bittere Schlussbemerkung: „Man sucht nur noch einen Sündenbock, um das Festspielhaus auf den Müll schmeißen zu können. Da liegt es dann mit WCCB und Bahnhofsvorplatz und gammelt vor sich hin. Ein wahrhaft eindrucksvolles Dreigestirn." (Express 20.03.2010)
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