Sanierung von Beethovenhalle und Oper kostet bis zu 50 Mill. Euro

(…) Was OB Jürgen Nimptsch umtreibt und ihm Angstschweiß beschert, ist der mögliche Abriss der Beethovenhalle, der bei einem immer größer werdenden Teil der Bürger auf heftige Ablehnung stößt. „Der Stadtrat kann derzeit keine Beschlussfassung auf den Weg bringen, die Beethovenhalle abzureißen und das Festspielhaus dort zu errichten. Das könnte aus der Bürgerschaft leicht mit einem Bürgerbegehren und in Folge mit einem Bürgerentscheid beantwortet werden, der jegliche neue Initiative in dieser Richtung für drei Jahre außer Kraft setzen würde." Nimptsch hätte auch sagen können, dass dies das endgültige Aus fürs Festspielhaus bedeuten und der Stadt einen irreparablen Image-Verlust bescheren würde. Der OB wörtlich: „Schlagzeilen wie ,Bonn gegen Beethoven’ sind leicht vorstellbar. Diesen kulturellen GAU kann niemand wollen!" (…) Nach Einschätzung von Kulturdezernent Ludwig Krapf liegen die Kosten für eine Sanierung von Beethovenhalle und Oper erheblich höher als bisher genannt, also 20 bis 25 Millionen bei der Beethovenhalle und 19,8 Millionen Euro bei der Oper. Krapf: „Die Kosten für eine notwendige Komplettsanierung der Beethovenhalle würden sich auf bis zu 50 Millionen Euro summieren, und die 20 Millionen Euro bei der Oper gehen alleine für neue Sicherheitsmaßnahmen im technischen Betrieb drauf. Eine komplette Sanierung würde auch hier erheblich teurer." Beim „Modell Salzburg" ist zu bedenken, dass sich der Bund als größter Geldgeber für die Betriebsstiftung (39 Millionen Euro) höchstwahrscheinlich aus dem Projekt verabschieden würde. Aus Berlin war bisher immer zu hören, dass Gelder nur für ein Projekt von „nationaler Bedeutung" fließen würden und nicht für ein kommunales Projekt wie die Oper. (…) (Bonner Rundschau, 24.03.2010)
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